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Grüntee : Anwendungs-Art-Dosierung-Toxikologie

Grüntee

Art der Anwendung - Dosierungen - Toxikologie und

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Die Angaben auf dieser Seite sind noch in Arbeit und werden ergänzt werden

Stand: 24.9.2024

Arten der Anwendung von Grüntee und Grüntee-Zubereitungen


Die Haupt-Wirkstoffe von Grüntee sind Gerbstoffe, hier einfache Catechine: Je nach Herkunft, Aufbereitung und Alter der Teeblätter (nach Lakenbrink GT1008) :

25% Catechine (=Flavanole) Polyphenole: 

1–3% (-)-Epicatechin, 

3–6% (-)-Epicatechingallat, 

3–6% (-)-Epigallocatechin, 

9–13% (-)-Epigallocatechingallat, 

1–2% (+)-Catechin

3–4% (+)-Gallocatechin.


Gerbstoffe haben ihren Namen von der typischen Eigenschaft, Haut in Leder zu gerben. Bei diesem Vorgang gehen die einzelnen Gerbstoff-Moleküle sehr feste Bindungen mit Eiweiß-Molekülen ein (In der Haut ist das z.B.: Kollagen) und führen so zu einem sehr komplexen hochmolekularen Netzwerk, das nur sehr schwer wieder zu spalten ist von Bakterien oder Pilzen. Deshalb ist Leder so viel haltbarer als nicht gegerbte Haut. Weil diese Gerbstoffe mit dem Eiweiß in der Nahrung genau dieselben chemischen Reaktionen eingehen, sind sie nicht mehr in der Lage ins Blut aufgenommen zu werden.


Daraus folgt:

  • Mindestens ein Teil der täglichen Grüntee-Zufuhr sollte bevorzugt auf nüchternen Magen bzw. vor Mahlzeiten, die Eiweiß enthalten eingenommen/verzehrt werden, um die gesundheitlichen Effekte der Catechine zu nutzen. Der zeitliche Abstand für eine Mahlzeit nach der Grüntee-Einnahme sollte bei Tee mindestens 1 Stunde, bei Tabletten oder Kapseln mindestens 1,5 Stunden. Betragen. Der zeitliche Abstand nach eine Mahlzeit sollte für eine gute Catechin-Aufnahme ins Blut mindestens 2-3 Stunden betragen.


  • Zitronensaft und Askorbinsäure erhöhen die Stabilität und Bioverfügbarkeit der Catechine erheblich,


  • Eiweiß (insbesondere Milcheiweiß) behindert die Resorption der Catechine (und Procyanidine) ganz erheblich bis völlig.


  • Nicht behindert durch Eiweiß wird die Resorption von:
  • Coffein,
  • Flavonole,
  • Theanin, Aminosäuren,
  • Mineralien


Studie GT1002:

Hintergrund: Grüner Tee hat in präklinischen Studien eine krebsvorbeugende Wirkung gezeigt. Sein Verzehr wird mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten beim Menschen in Verbindung gebracht. Die orale Bioverfügbarkeit der wichtigsten Bestandteile des grünen Tees, der Catechine, ist gering, so dass die systemischen Catechinspiegel beim Menschen um ein Vielfaches niedriger sind als die in In-vitro-Systemen ermittelten wirksamen Konzentrationen. Wir haben diese klinische Studie durchgeführt, um die Hypothese zu testen, dass die orale Bioverfügbarkeit von Grüntee-Catechinen erhöht werden kann, wenn sie ohne Nahrung verzehrt werden.




Studien zur Art de Anwendung und zur Dosierung

GT1002: Effects of dosing condition on the oral bioavailability of green tea catechins after single-dose administration of Polyphenon E in healthy individuals. 2005

Auswirkungen der Dosierungsbedingungen auf die orale Bioverfügbarkeit von Grüntee-Catechinen nach einmaliger Verabreichung von Polyphenon E bei gesunden Personen.

Chow, H. H.; Hakim, I. A.; Vining; Crowell, J. A.; Ranger-Moore, J.; Chew, W. M. et al. (2005): Effects of dosing condition on the oral bioavailability of green tea catechins after single-dose administration of Polyphenon E in healthy individuals.

In Clinical cancer research : an official journal of the American Association for Cancer Research 11 (12), pp. 4627–4633. DOI: 10.1158/1078-0432.CCR-04-2549.

Ergebnisse: In Übereinstimmung mit früheren Berichten lagen Epigallocatechingallat und Epicatechingallat im Plasma hauptsächlich in der freien Form vor, während Epicatechin und Epigallocatechin meist in Form von Glucuronid- und Sulfatkonjugaten vorlagen. Es gab einen >3,5-fachen Anstieg der durchschnittlichen maximalen Plasmakonzentration von freiem Epigallocatechingallat, wenn Polyphenon E nüchtern eingenommen wurde, als wenn es mit Nahrung eingenommen wurde. Die Einnahmebedingung führte zu einer ähnlichen Veränderung der freien Epigallocatechin- und Epicatechin-Gallat-Konzentration im Plasma. Die Einnahme von Polyphenon E im nüchternen Zustand hatte keinen signifikanten Effekt auf die Plasmaspiegel des gesamten (freien und konjugiertem) Epigallocatechin, führte aber zu niedrigeren Plasmaspiegeln von Gesamtepicatechin. Epigallocatechingallat- und Epicatechingallatspiegel im Urin waren sehr niedrig oder nicht nachweisbar nach Verabreichung von Polyphenon E unter beiden Dosierungsbedingungen...... Polyphenon E, das als Einzeldosis über den untersuchten Dosisbereich verabreicht wurde von den Studienteilnehmern im Allgemeinen gut vertragen. Leichte und vorübergehende Übelkeit wurde bei einigen Studienteilnehmern festgestellt und trat am häufigsten bei der höchsten Dosis des Studienmittels (1.200 mg Epigallocatechingallat) und in nüchternem Zustand auf.
Schlussfolgerungen: Wir kommen zu dem Schluss, dass eine höhere orale Bioverfügbarkeit der freien Catechine durch die Einnahme der Polyphenon E Kapseln erreicht werden kann durch Einnahme der Polyphenon E-Kapseln auf nüchternen Magen nach einer Fastennacht. Polyphenon E bis zu einer Dosis, die 800 mg Epigallocatechingallat enthält, ist bei nüchterner Einnahme gut verträglich. Diese Einnahmebedingung lässt erwarten, dass die biologischen Wirkungen der Teekatechine verbessert werden.




GT1008: Strukturaufklärung und Bestimmung von Proanthocyanidinen und anderen flavonoiden Inhaltsstoffen des Tees. 2000

Lakenbrink, Christiane (2000): Strukturaufklärung und Bestimmung von Proanthocyanidinen und anderen flavonoiden Inhaltsstoffen des Tees. Techn. Univ., Diss.--Braunschweig, 2000. Clausthal-Zellerfeld: Papierflieger.


Dosierungen von Grüntee und Grüntee-Zubereitungen






Toxikologie von Grüntee und Grüntee-Zubereitungen






Wechselwirkungen von Grüntee und Grüntee-Zubereitungen mit Arzneimitteln



Studien zur Toxikologie und zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln


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